
Am 4. Juni 2009 musste
ich meinen Seelenhund gehen lassen. 13,5 Jahre hat Jill
an meiner Seite gelebt. Sie war Einer der souveränsten,
selbstsichersten und stärksten Hunde, die ich je kennen
lernen durfte.
Auch wenn wir Beide
anfangs "Startschwierigkeiten" hatten, kristallisierte
sich schnell der Bezug von Jill zu mir und umgekehrt heraus.
Ja, auch ich kannte erstmals meinen Hund besser von hinten
als von vorne! Jill war keinesfalls der Garant für Tipps,
die in „schlauen Büchern“ standen! Jill, ich danke Dir
dafür, dass ich so viel über Dich und durch Dich lernen
durfte, dadurch auch viel über andere Hunde, über Verhaltensweisen
und Lernverhalten, Du bist mir immer ein guter Wegweiser
gewesen, weil ich Dich „lesen“ konnte!
Jill war mir oftmals
einen Schritt voraus, sie war nicht nur ein souveräner
und starker Hund, zudem noch ein cleverer Hund, ein „kleines
Schlitzohr“, von daher gibt es trotz der Trauer auch Einiges
zu lachen über ihre Anekdoten, die sie immer mit durchaus
viel Charme durchgeführt hat. Ein Hund mit individuellem
Charakter, ja, so sollte sie auch bleiben, DARAN wollte
ich niemals etwas ändern.
So viele Menschen
hat sie bezaubert durch dieses auffällig selbstbewusste
Wesen. Sie hat immer gewusst, was sie tut, sie hat es
verstanden, sich durchzusetzen durch eine ganz ruhige
und selbstsichere Art, nie hat sie jemals dabei eine Katsche
kassiert, sie hat sich immer Zeit genommen … viel Zeit
und letztlich Ihr Ziel immer erreicht: AKZEPTANZ durch
IGNORANZ war Ihr Motto! Sie hat alleine durch ihre Anwesenheit,
ihre Selbstsicherheit, ihr Durchhaltevermögen und nicht
zuletzt durch ihr Durchsetzungsvermögen und ihre Ausstrahlung
regelrechte Wunder bewirkt und gerade sie hatte mit durchaus
"extremen" Hunden zu tun in ihrem Leben.
Ich konnte Hundehaltern
viel erklären, wie sie was macht, warum sie was macht
und was sie jetzt macht, viele Menschen haben durch sie
lernen dürfen, auch ich! Sie war ein Geschenk! Sie war
kein Hund, sie war meine Freundin! Die Bezeichnung „Teambuilder“
hatte bei uns sicherlich seine Berechtigung!
Sie hatte so viel
Energie, dass sie davon Einiges abgeben konnte an viele
„problematische“ Hunde, die hier bei uns zeitweise gelebt
haben durch ihre selbstsichere und selbstbewusste Art
und hat vielen Hunden als „Co-Trainer“ und „Hund an meiner
Seite“ den Weg geebnet, einen Weg, der dadurch für viele
Hunde die Bezeichnung „lebenswert“ bekommen hat.
Es haben am 4. Juni
viele Menschen an sie gedacht und ich hoffe, dass sie
einen besonders großen Stern am Hundehimmel bekommen hat
… DEN hat sie auch verdient.
Wir hatten eine schöne
und lange gemeinsame Zeit, daran werde und möchte ich
mich immer erinnern, auch wenn ich diesen Hund noch gerne
lange, lange Zeit an meiner Seite gehabt hätte. Jill war
bis zu ihrer letzte Stunde vom Kopf her hellwach, sie
blitzte mich noch immer mit ihren frechen und hellwachen
Augen an. Sicherlich hätte sie schon eher aufgegeben,
wenn sie nicht dieses Urvertrauen in mich gehabt hätte.
Ihr Körper wollte einfach nicht mehr. Ein Versprechen,
was ich ihr einlösen wollte war, dass ich sie niemals
leiden lassen wollte. Dieses Versprechen habe ich am 4.
Juni eingehalten und eingelöst, das hätte sie nicht verdient,
auch wenn es mir noch so schwer fiel!
Jill, Du warst ein
einzigartiger Hund, der hier unvergessen sein wird.
Ich musste mich verabschieden
von einem großartigen Hund, der AN meinem Herzen gestorben
ist, der aber IN meinem Herzen immer weiterleben wird.
Ich danke Dir für
die vielen Jahre, die Du treu an meiner Seite gewesen
bist.
Dein
trauriges Frauchen, weil Du gegangen bist,
Dein glückliches Frauchen, weil Du bei mir gewesen
bist,
Bianca mit Jason und Joya
© Bianca Langbehn,
Hundeschule Teambuilder